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Vonarburg Voco AG

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Vor 125 Jahren wurde die Firma Vonarburg Voco AG gegründet. Heute wird sie in der 5. Generation vom Firmeninhaber und Präsidenten des Verwaltungsrates, Peter Vonarburg, geleitet. Ihm zur Seite steht Geschäftsführer Jörg Schnider.

Der Grundstein des erfolgreichen Unternehmens, das seit fünf Generationen in der Familie geführt wird, legte Peter Vonarburgs Ur-Ur-Grossvater Xaver Vonarburg. „Der Schuhmacher suchte damals in Mailand nach speziellem Leder, das in Schweizer Gerbereien nicht zu finden war“, erzählt der 53-jährige Firmeninhaber. Seine qualitativ hochstehenden Lederschuhe riefen bei Berufskollegen den Wunsch hervor, ebenfalls mit dem exklusiven Material zu arbeiten. „So wurde der Lederhandel geboren“, sagt Vonarburg. Während des ersten Weltkriegs brach dieser ein und brachte die Familie an den Rand des Ruins. „Gerettet hat uns damals die Armee, für die wir für ein bescheidenes Entgelt Schuhe produzieren konnte“, fügt Vonarburg an. Zu Beginn der 1930er übernahm die Familie die Vertretung von Bernina-Nähmaschinen für die Region Luzern und setzte damit den Startschuss für eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. „Denn auch heute noch kennt man unser Traditionshaus vor allem wegen des grossen Bernina Nähmaschinen-Sortiments“, sagt der Firmeninhaber. Dass sich Vonarburg auch im Fasnachtsgeschäft gut positionieren konnte, daran habe er als Knirps fünf Jahre lang hart gearbeitet, erzählt er mit einem Augenzwinkern. „Wenn mein Vater jeweils Anfangs Jahr über das Januarloch gejammert hat, habe ich ihm immer wieder gedrängt, er solle auch Fasnachtsutensilien verkaufen.“ Natürlich habe er dabei nicht nur an den Umsatz, sondern vor allem den eigenen Indianerkopfschmuck gedacht. Dass sein Einsatz Früchte trug, beweist das heutige, breitgefächerte Fasnachtssortiment im unteren Stock des Ladengeschäfts an der Alpenstrasse.

1991 übernahm Peter Vonarbug die Firma. Vor einem Jahr konnte er alle Aktien, die noch in erweitertem Familienbesitz waren, übernehmen. 2001 zog das Geschäft von der Kapellgasse an den Weinmarkt. Nach zehn Jahren beanspruchte die damalige Besitzerin den obersten Stock als Eigenbedarf und erhöhte gleichzeitig die Miete exorbitant. „Deshalb sind wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge an den Rand der Altstadt an die Alpenstrasse 10 gezogen“, so Vonarburg. Mit dem Umzug erhöhte sich die Ladenfläche von ehemals 500 auf 1200 Quadratmeter. Aber nicht nur die Verkaufsfläche vergrösserte sich, auch der Umsatz florierte. „Schuld“ daran trägt auch Jörg Schnider (47), seit 13 Jahren Geschäftsleiter bei Vonarburg. Die innovative rechte Hand des Firmenbesitzers hat seinen Chef darin bestärkt das Wagnis einzugehen. „Die ineinander gehenden Abteilungen, welche unserer Kundschaft einen umfassenden Überblick auf das gesamte Sortiment ermöglichen, werden allgemein sehr geschätzt“, sagt Schnider. Was man bei Vonarburg nicht finde, fände man nirgendwo, höre er immer wieder. „Ein Lieferant hat mir sogar bestätigt, dass wir nicht nur schweiz- sondern auch europaweit das grösste Sortiment anbieten.“ Einen wesentlichen Anteil des Erfolgs gehört den bis zu 50 engagierten Mitarbeiterinnen. Das Verkaufspersonal kommt mehrheitlich aus der Branche und ist teilweise seit Jahren für das Unternehmen tätig. Dass sich die Firma in einer Zeit des allgemeinen Ladensterbens auch nach 125 Jahren in der Innenstadt behaupten kann, ist dem Mix aus einem breit gefächerten Angebot, guten Serviceleistungen und kompetenten Mitarbeitenden zu verdanken, dessen ist sich der Inhaber sicher. 

Peter Vonarburg schaut voller Stolz auf die 125-jährige Geschichte seiner Familie zurück. Er habe grosse Ehrfurcht vor der Arbeit seiner Vorfahren. Die Kriegsjahre bis Ende der Sechzigerjahre seien hart gewesen. So habe ihm seine Mutter erzählt, dass der Vater bei der Geburt seines älteren Bruders 250 Franken verdient habe, von denen die Miete 130 verschlungen habe. „Als meine Mutter sich bei der Schwiegermutter über den mageren Lohn beklage, hat meine Grossmutter 20 Franken draufgelegt“, meint er schmunzelnd. Trotz der vielen Jahre, in denen man Verluste geschrieben habe, sei Aufgeben nie eine Option gewesen. Seine Kundschaft, die eingeladen ist am heutigen Freitag mit ihm und seiner Belegschaft auf 125 erfolgreiche Jahre anzustossen, wird es ihm danken.

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